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Immer mal wieder gestellte Fragen FAQ (frequently asked questions)

Wieviel Pizzen können in einem Durchgang in holzbeheizten Öfen gebacken werden?
Diese Frage ist natürlich hauptsächlich für den Profibereich in der Pizzeria interessant. Falls anstelle von Holz, mit Gas geheizt wird, passen jeweils ca. 2 Pizzen mehr in den Ofen weil der Gasbrenner weniger Platz benötigt. Die Mengen beziehen sich auf Pizzen mit ca. 30 cm Durchmesser.


Ofengroesse
Kapazität mittlere Ofengroesse
Füllmenge große Pizzaöfen

Was sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Herstellern.
les cheminees --- lineaVZ --- valoriani --- ambrogi --- ceky --- kavalla

1. Unterschiede bei den für den Privatgebrauch vorgesehenen Modellen:

Die Unterschiede liegen hauptsächlich in der Optik und in der Verarbeitungsqualität. Bei den privaten Modellen sind die Öfen der Fa. les Cheminees am säubersten verarbeitet. Les Cheminees verwendet zudem das teurere weiße Schamottematerial. Die Oberfläche dieser Öfen ist fast ohne Poren. Die eigentlich für den Heimgebrauch vorgesehenen Modelle (FD) werden auf Grund der hohen Qualität von einigen Pizzerien auch gewerblich eingesetzt.


Die für den Privatgebrauch vorgesehenen Öfen der Fa. lineaVZ aus dem günstigeren grauen Schamottematerial sind wesentlich gröber verarbeitet. Die Verdichtung von Schamottebeton ist etwas schwieriger als bei normalem Beton. Deshalb ist die Oberfläche der Kuppelteile hier teilweise rauh und porös und die Nut und Federverbindungen zwischen den Kuppelbauteilen sind in Teilbereichen nicht so sauber ausgebildet. Dies hat aber keinen Einfluß auf die Haltbarkeit und Funktion der Öfen. Es handelt sich hier nur um eine optische Einschränkung. Deshalb sind diese Modelle auch preislich günstiger.

Die Privatmodelle der Fa. Valoriani sind rot eingefärbt und auf der Kuppelinnenseite ist die Oberfläche durchgehend rauh. Sieht in etwa so aus wie der Liapor Blähtonstein. Valoriani liegt preislich über den Öfen der Fa. Les Cheminees. Ich persönlich schätze die Qualität der Les Cheminees Öfen aber eher höher ein.

Der Kavalla nimmt eine Sonderstellung ein. Er kommt aus Griechenland und wird dort in kleinen Stückzahlen in reiner Handarbeit hergestellt. Die Kuppel ist hier nicht aus Schamottebeton gegossen, sondern wird wie früher mit kleinformatigen Steinen gemauert. Hier ist auch schon ein Sockel aus Betonteilen inclusive.

Ambrogi und Ceky sind hauptsächlich mit bereits fertig vormontierten Öfen für Restaurants und Pizzerien aktiv.

2. Unterschiede bei den für den gewerblichen Gebrauch vorgesehenen Modellen:

linea vz bietet die preislich günstigsten Öfen bis zu einem Innendurchmesser von 130 cm für Restaurant und Pizzeria an. Diese Modelle sind zu Tausenden in ganz Europa bei zufriedenen Kunden im Einsatz.

Preislich, bei ähnlicher Qualität, etwas höher angesiedelt sind die Profimodelle der Firmen lescheminees, valoriani und ambrogi. Sie sind sauberer verarbeitet als die linea Öfen und bieten auch große Öfen bis zu einem Innendurchmesser von 180 cm an. Das zur Herstellung verwendete Material ist bei allen diesen Öfen hochverdichteter Schamottebeton mit Aluminiumoxid als Bindemittel.


Die Öfen von ceky haben eine aus gebrannten Schamottesteinen handgemauerte Kuppel und Bodenfläche.Sie sind deshalb in der obersten Preis- und Qualitätsklasse angesiedelt.

Grundsätzlich sind die Ofenbausätze aus mehreren Einzelbauteilen gefertigt die vor Ort zusammmengebaut werden. Das Gewicht und die Größe der einzelnen Boden- und Kuppelteile ist so abgestimmt, dass die Elemente von 2 Männern an ihren geplanten Aufbauplatz getragen werden können.

Ambrogi, ceky und valoriani bietet auch fertig montierte Öfen an, die mit einem Stapler, Hubwagen oder Kran direkt ins Gebäude transportiert werden können. Das Gewicht und die Größe dieser Fertigöfen ist natürlich recht erheblich. Der Einbau ist daher in vielen Räumlichkeiten nicht möglich.

Wenn es die räumlichen Voraussetzungen erlauben (Tür- oder Fenstergrößen groß genug und entsprechend breite Zugangswege) empfehle ich auf jedem Fall fertig montierte Öfen. Der fertige Ofen ist zwar im Einkauf etwas teurer als der Bausatz, aber sie sparen sich beim Aufbau viel Zeit und Geld. Ein weiterer Vorteil der fertigen Öfen, ist die einfache Rückbaumöglichkeit. Falls sie später mal ihr Lokal wechseln sollten, nehmen sie den Ofen einfach mit oder verkaufen ihn weiter.
Bei den Fertigöfen hat meiner Meinung nach Ambrogi das beste Preis - Leistungsverhältnis. Wenn sie mehr Geld ausgeben wollen ist Ceky die erste Wahl.

1)
Kann ich den Ofenbausatz auch mit einer Lehmschicht umhüllen?

Das ist grundsätzlich möglich. Ich empfehle aber im Privatbereich eher eine Wärmedämmung aus Mineralwolle. Mineralwolle hat einen wesentlich besseren Wärmedurchlasswiderstand als Lehm. Die Aufheizphase ist mit einer Mineralwolledämmung kürzer. Im privaten Bereich wird ja meistens nur eine "Mahlzeit" gebacken, gekocht, gebraten oder gegrillt und danach lässt man den Ofen wieder abkühlen. Daher ist eine kurze Aufheizphase wünschenwert.
Im gewerblichen Bereich hingegen ist ein größeres Speichervermögen interessant (sprich zusätzliche Lehm oder Leichtbetonumhüllung). Hier wird ja stundenlang eine Pizza nach der anderen gebacken. Da fällt die etwas längere Anheizphase nicht ins Gewicht. Bei täglicher Benutzung ist die bei mehr Masse höhere Wärmespeicherfähigkeit des Ofens von Vorteil, weil dann der Aufheizvorgang am nächsten Morgen kürzer ausfällt.


2)
Wenn man Brot backt, sollte doch bestimmt nach dem "Ofen ausräumen" der Kamin mit einer Klappe geschlossen werden oder? Ist so eine Vorrichtung schon beim Bausatz am Rauchrohranschluss vorhanden?

Eine Rauchrohrlappe ist bei unseren Öfen nicht notwendig. Das ist ein großer Vorteil dieser Ofenbauart. Der Kamin liegt ja vor dem Ofenverschlußblech so daß nach dem Schliesen der Klappe keinerlei Zugeffekte im Brennraum auftreten wie das bei Öfen mit hinten oder obenliegenden Kaminen und Rauchrohrklappen der Fall ist.


3)
Ich würde den Bausatz selber abholen. Geht das mit einem VW Touran, wenn man sämtliche Rückbanksitze ausbaut ( beim Touran kein Problem ) und den Bausatz von der Europalette runternimmt? Wie sind Ihre Öffnungszeiten? Kann ich auch nach Vereinbarung z.B. abends noch um 20.00 Uhr diesen Bausatz abholen?


Abholung mit einem Touran ist kein Problem. Die kleineren Öfen bis zum FD100 lassen sich auch in Mittelklassewagen wie z.B in einem Passat mit Heckklappe verstauen. Hier wurde ein FD 80 verladen. Die Abholzeit können wir individuell vereinbaren.


4)
Wie ist die Lieferzeit?

Die gängigen Bausätze haben wir am Lager in Ruderatshofen. Während der Woche sind wir dort meistens erreichbar.(Bitte trotzdem vor einem Besuch kurz telefonisch melden) Falls sie uns am Wochenende besuchen möchten, bitten wir um vorherige Terminabsprache. Falls die Lieferung per Spedition gewünscht wird, dauert es ca. 3 bis 4 Tage bis die Öfen bei ihnen eintreffen.


5)
Was kostet die Lieferung nach Östereich?

Das kommt darauf an wo in Östereich sie wohnen. Tirol liegt von uns aus gesehen gleich hinter der Grenze. Wien ist etwas weiter weg. Die Transportkosten liegen zwischen 120,-- und 160,--€. Nachdem sie uns ihre Adresse mitgeteilt haben können wir ihnen die genauen Transportkosten offerieren.


6)
Liefern sie auch nach Frankreich?

Wir liefern auch nach Frankreich, in die Schweiz, nach England und in die Beneluxländer. Theoretisch auch nach Sibierien. Aber da werden die Transportkosten den Ofenpreis übersteigen :-)
Die Transportkosten in die Schweiz und in die Beneluxländer sind ähnlich denen nach Östereich.
Nach Frankreich kostet die Lieferung ca. 160,--€, nach England kostet es ca. 180,--€.


7)
Ich möchte gerne eine Matte aus druckfester Steinwolle zwischen Bodenplatte des Ofens und der Betonplatte einbringen - weiß aber derzeit nicht, wo ich nach welchen Spezifikationen suchen soll - vielleicht könnten Sie mir einen Tipp geben.

Mittlerweile bin ich von der Empfehlung mit der Mineralwolle unter der Bodenplatte abgekommen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese nicht notwendig ist und eher Probleme verursacht. Besser ist es den Ofen auf eine Schicht aus ca 10 cm dickem Porenbeton (unter dem Markennmamen YTONG bekannt) zu stellen. YTONG Steine bekommen sie in jedem Baumarkt.


8)
Für mich ist die Isolierung der Schamotte-Kuppel und die wetterfeste Überdeckung, für die ich gerne ein Klinkergewölbe mauern möchte ein Problem. Frage: wie kann ich eine Lehre für das Gewölbe erstellen - die klassische Holzlehre wie bei Mauerbögen scheidet hier aus. Wäre es prinzipiell möglich, Tonpellets zu Dämmung zu verwenden und diese mit (Trass-) zementmörtel zu binden? - Dann könnte man hieraus eine tragfähige Kuppel aufbauen, die hinterher mit Klinkern (5 x 1,5 x 23,5 cm) als Kuppelverkleidung belegt werden könnte. Oder ist die Ausdehnung des Schamotte-Kuppel beim Beheizen so groß, dass diese Möglichkeit ausscheidet ...?

Wenn sie die Form des Ofens (Kuppel) aufnehemen benötigen sie keine Lehre für die Übermauerung. Sie können dann einfach über die Dämmschicht mauern. Wenn sie aber statt eines Kuppelgewölbes ein Tonnengewölbe möchten, würde ich den Bausatz einfach mit einem Magerbeton nach hinten verlängern und dann darüber die Klinkermauerung anbringen. Ein Beton aus Tonpellets bzw.Blähtonkügelchen, feinem Leichtsand und Zement ist der klassische Leichtbeton der auch zur Mauersteinherstellung verwendet wird (Liapor). Diese Art der Dämmung funktioniert mit Sicherheit.
Ich plane demnächst einen 3ten Leihofen zu bauen und werde diesen so ausführen. Ich werde aber auf jeden Fall eine mindestens 2 cm dicke Mineralwolleschicht zwischen der Ofenkuppel und der umhüllenden Leichtbetonkuppel einbauen. Dann gibt es keine Probleme mit der Ausdehnung. Die Leichtbetonkuppel werde ich mit Betonstahl bewehren so daß ich sie evt. abnehmen kann und der gesamte Ofen dadurch zerlegbar ist. Von einer Verkleidung mit Klinkern würde ich bei der Kuppelform aus optischen Gründen abraten. Bei einer tonnenförmigen Kuppel sieht es meiner Meinung nach gut aus, aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.


9)
Als letzten Punkt möchte ich gerne noch wissen, wie der Hinweis in der im Netz abgelegten Bauanleitung bzgl. der Montage des Kamins gemeint ist, der die Schamotte-Kuppel nicht mit Gewicht belasten soll. Eine Entlastung könnte ja dann auch nur über eine Gewölbe oder eine außerhalb des Ofens zu errichtende Aufhängung zur Lastabtragung erfolgen - in Abhängigkeit von den Abmessungen des Kamins, über dessen Abmessungen und Material ich derzeit auch noch keine Vorstellungen habe.

Der Hersteller will sich mit dieser Aussage einfach absichern. Es ist mir auch bewusst daß dies einen unverhältnismäßig großen Aufwand verursachen würde.
Die meisten Kamine unserer Kunden sind direkt auf den Bausatz aufgemauert und sind ohne Schäden geblieben. Im Freien ist der Kamin ja höchstens 1 bis 2 m hoch und meist aus Leichtziegel oder Porenbeton. Dieses Gewicht trägt der Ofen ohne Probleme. Wenn der Ofen im Gebäude verbaut wird und dann ein 10 m hoher Kamin notwendig würde geht die direkte Aufmauerung natürlich nicht mehr. Hier muß der Ofen mit einem Schamotte oder Stahlrohr mit einem separaten Kamin verbunden werden wie das bei jedem normalen Heizofen auch der Fall ist.


10)
Hallo Herr Reichart, ich hätte ein paar Fragen zum Pizzaofen FP 140 bzw. FP 180.
Welcher Schornsteinquerschnitt wird benötigt?
Gibt es noch ein paar Angaben, das der Querschnitt berechnet werden kann (für die Schornsteinfegergenehmigung).
Wie viel Holz benötigt man zirka im durchschnittlichen Betrieb?

Der Schornsteindurchmesser am Kaminstutzen der beiden Öfen hat 20 cm Durchmesser. Die Größe bzw. Bodenfläche des Ofens hat keinen unmittelbaren Bezug auf den notwendigen Kamindurchmesser. Entscheidend ist die Höhe des Kamins und die Art der Feuerung. Wenn sie nur einen kurzen Kamin haben sind 20cm Durchmesser das Mindestmass. Bei höheren Kaminen verbessert sich der Zug, sodass der Durchmesser noch etwas verkleinert werden kann. Es gab auch schon Kunden aus dem privaten Bereich, die den kalten Ofen mit Brennholz, Papier und Holzspänen komplett vollgestopft und angezündet haben und sich dann wunderten dass der Kamin die Rauchmenge nicht mehr geschluckt hat. Beim 2ten mal Feuern mit etwas Gefühl hat es bis jetzt noch bei allen Kunden geklappt.
Die Öfen sind sehr sparsam mit dem Holzverbrauch. Ich habe selbst einen FD80 und einen FD110 im Betrieb. Die nötige Brennholzmenge unterscheidet sich nur geringfügig. Zum Aufheizen verwende ich ganz normale Fichte. 2 Apfelkisten voll mit kleingehackten Scheiten die ich in ca 45 min bei offener Türe verheize. Dann während des Pizzabackens lege ich einzelne Buchenscheite nach, gerade soviel dass das Feuer nicht ausgeht.


11)
Ich wohne in einer Reihenhaussiedlung. Darf ich den Ofen ohne weiteres in meinem Garten aufstellen?

Diese Frage kann ich nicht universell für jeden Fall gültig beantworten. Der Ofen ist in den meisten Bundesländern baurechtlich kein genehmigungspflichtiges Bauwerk. Mir persönlich ist keine Vorschrift bekannt, die für den Aufbau ein Genehmigungsverfahren fordert, es ist aber durchaus möglich das manche Kommunen in ihren Satzungen für bestimmte Ortsbereiche den Aufbau auch so kleiner Baukörper ohne gemeindlichen Segen verbieten. Wenn sie also ganz sicher gehen möchten, fragen sie vorher beim Bürgermeister oder dem entsprechenden Sachbearbeiter ihrer Gemeinde nach.
Abgesehen von der baurechtlichen Situation ist empfehlenswert sich mit den unmittelbaren Nachbarn abzustimmen. Wenn sie trockenes Holz verfeuern riecht der Ofen weniger, bzw. wesentlich angenehmer als wenn sie ein Steak oder Würstchen auf einem kleinen Holzkohlengrill erhitzen. Es soll aber auch Nachbarn geben, die sich am Duft einer Pizza stören. Hier helfen am besten ein paar freundlliche Worte und vielleicht eine Einladung zum Pizzaessen:-)


12)
Sehr geehrte Damen und Herren, ich interessiere mich für Ihre ital. Bausätze Pizzaofen. Vorab meine Frage, ob die Pizza auch unmittelbar auf dem stein gebacken werden kann und ob die Steinfläche schadstoff - frei ist. Für eine schnelle Antwort wäre ich dankbar.

Sehr geehrter Herr Pri...z, vielen Dank für ihre Anfrage. Die Pizza kann natürlich direkt auf dem Boden gebacken werden. Der Profi bäckt die Pizza immer direkt auf dem Boden. Bezüglich der Schadstofffreiheit des Ofenmaterials muß ich mich auf die Angaben des Herstellers verlassen.
Seine Aussagen dazu finden sie hier.
Wir bzw. unsere Freunde und Kunden haben in diesen Öfen schon hunderte Pizzen gebacken und genüsslich verspeist. Bis auf die Ausbildung eines gewissen Suchtfaktors haben wir bis jetzt dadurch keine gesundheitlichen Schäden erlitten :-)


13)
Guten Abend Herr Reichhart, ich interessiere mich für Ihren Holzbackofenbausatz und hätte dazu gerne noch einige Infos. Ein Bekannter von mit hat ein vergleichbares Modell von einem anderen Hersteller. Er hat mir erzählt, dass ihm beim Brotbacken die Unterhitze fehlt. Der Ofen ist oben heiß und auf dem Boden deutlich kühler. Das Sauerteigbrot verkohlt oben (wird schwarz) und ist auf der Unterseite gerade eben gebacken. Können sie mir erklären, wie es sich bei Ihren Ofen verhält bzw. warum die Backergebnisse besser sind.

Warum ihr Bekannter diese Probleme hat, kann ich ihnen leider auch nicht sagen. Wir sind mit dem Backergebnis unserer Öfen sehr zufrieden. Wir wenden da keine besonderen Tricks oder Verfahren an. Üblicherweise heizen wir den Ofen ca 45 min mit ganz normalem Brennholz vor und legen dann noch ein paar Buchenscheite nach. Die Glut schieben wir dann an eine Seite des Ofens und backen nun Pizza in der gewünschten Menge. Unsere Hauswirtschaftslehrerin nutzt dann oft noch die Restwärme zum Brotbacken. Nach dem Pizzabacken muß man den Ofen eine Weile abkühlen lassen. Man entfernt die restliche Glut und wischt mit einem feuchten Lappen die Asche von der Bodenfläche. Jetzt warten wir mindestens eine viertelstunde und streuen dann ein wenig Mehl in den Ofen. Wenn sich dieses schnell braun verfärbt ist es noch zu heiss zum Brotbacken. Diesen Vorgang wiederholen wir wiederum 15 min später. Wenn das Mehl nur noch langsam leicht bräunt ist die Temperatur richtig zum Einlegen der Brote.

Mein Bekannter meint, dass der Schornstein in einem Holzbackhaus nach hinten gehört und nicht nach vorne. Stimmt das? Er ist der Meinung, dass er wegen dem Schornstein vorne nicht genügend Unterhitze erreicht.

Ich meine dass gerade durch die vorderseitige Anordnung des Kamins eine gleichmässige Aufheizung erfolgt. Im Onlinelexikon wikipedia finden sie eine Skizze von mir die das verdeutlicht.

Wie steckt man den Ofen am besten/einfachsten an? Brennt das Feuer von vorne nach hinten?

Wir nehmen einfach ein wenig Papier, Späne und kleingehacktes Brennholz darüber, anzünden fertig. Dann eine knappe Stunde lang Brennholz nachlegen, wie bei einem Lagerfeuer. Das Feuer brennt einfach in der Mitte des Ofens.

Mit welchem Material sollte man Ihren Bausatz isolieren und die Isolierung ummauern?

Welches Isolierungsmaterial sie nehmen ist ziemlich egal. Es muß nur hitzebeständig sein. Da liest man ziemlich viel Blödsinn im Internet, dass nur bestimmte Materialien geignet seien usw. Wir bzw. unsere Kunden haben schon alle möglichen Materialien ausprobiert. Es funktioniert mit allem gut. In unseren fahrbaren Öfen habe ich aus gewichtsgründen Mineralwolle verbaut. Ein Kunde ganz in der Nähe hat Blähtonkugeln verwendet und ist sehr zufrieden. Ich habe vor einiger Zeit einen Bausatz mal probeweise ohne jegliche Dämmung befeuert. Auch das hat funktioniert, der Holzverbrauch war halt höher und man hat sich aussen die Finger verbrannt.


14)
Hallo Herr Reichart, vielen Dank für Ihre rasche Antwort! Wir möchten dann gerne den Ofen FD 100 bestellen. Liegt dem Bausatz ein Thermometer bei oder ist dies separat zu beziehen - falls ja, wie hoch wären die Kosten hierfür?

Der Thermometer ist im Preis nicht enthalten. Ich habe mit den Thermometern schlechte Erfahrungen gemacht. Diese halten die hohen Temperaturen nicht lange aus, deshalb biete ich sie erst gar nicht mehr an. Wie sie ja sicher auf meinen Internetseiten gesehen haben vermieten wir seit 5 Jahren 2 Öfen. (FD80 und FD110) In beide Öfen hatten wir damals Thermometer eingebaut die aber nach ein paar Einsätzen das Zeitliche segneten. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es auch problemlos ohne Thermometer geht. Man bekommt sehr schnell ein Gespür für die Handhabung der Öfen. Beim Pizzabacken ist dies ja recht einfach. Je heißer desto besser. Nach einem ca. 45 minütigem Aufheizen haben sie automatisch die richtige Temperatur zum Pizzabacken.
Beim Brotbacken befolgen wir folgenden Tipp unserer Hauswirtschaftslehrerin. Nachdem die Restglut aus dem Ofen entfernt wurde ca. 15min warten und dann ein wenig Mehl in den Ofen streuen. Wenn sich dieses schnell braun verfärbt nochmal ca. 15 min warten und den Vorgang wiederholen. Erst wenn das Mehl nur noch langsam leicht anbräunt, die Brote einlegen, Klappe zu, 50 min warten, Brote herausnehmen und nach dem Abkühlen geniessen :-) Man kann natürlich auch ein übliches Backthermometer in den Ofen stellen nachdem man ihn vorher schon ein wenig hat abkühlen lassen.


15)
Guten morgen Herr Reichart, wir sind über das Internet auf Ihre Anzeige aufmerksam geworden. Wir möchten (privat) Pizzen / Flammkuchen, Brot und ggf. auch mal einen Braten in diesem Ofen zubereiten. Wenn ich die Beschreibung richtig verstanden habe, befinden sich das Feuer und das Backgut gleichzeitig in der Backkammer. Ich möchte daher gerne wisen, welche Größe empfehlenswert ist: F 80 oder F100, da das Backfach ja nicht zu klein sein darf.

Hallo Herr P...l, vielen dank für ihre Anfrage. Die meistverkauften Öfen im privaten Bereich haben einen Innendurchmesser zwischen 80 und 100 cm. Ich liefere ihnen natürlich auch gerne die größeren Modelle. Diese bieten noch mehr Platz bei nur geringfügig höherem Holzverbrauch.
Das Feuer bleibt nur beim Pizzabacken in der Brennkammer. Beim Brotbacken wird die Glut vor dem Einlegen der Brote herausgenommen.


16)
Hallo Herr Reichart, ich habe Interese daran mit einen Pizza bzw. Brotbackofen in meinen Garten zu stellen. Da bin ich beim recherschieren auf Ihre Hopage gestoßen und habe nun ein paar Fragen:
1. Es ist für uns ausßreichen 2 Pizzas bzw. 2 Brote gleichzeitig backen zu können, welche Größe wäre dann für uns die richtige: FD55 oder FD80 ?
2. In Ihren Bilder von verschieden Umsetzungen sind die verschiedensten ausführungen zu sehen. Ist eine Ummantellung wie sie oft zu sehen ist zwingend notwendig ? Welche Isolierung ist aussreichend um die die Baukosten nicht in die Höhe zu treiben.
3. Was sind die geschätzen minimalen Gesamtkosten (Materialkosten) für den Ofen (inkl. Bausatz., notwendige Isolierung, etc...) mit dem man das ganze realisieren kann. (Also wie gesagt: Das ganze soll langlebig sein und gut funktionieren)
4. Kann das ganze von zwei einigermaßen technisch versierten Menschen aufgebaut werden, ohne dass es Probleme gibt, oder muss ich vorher noch ein Seminar besuchen bzw. mir Wissen durch Fachliteratur aneignen. Bzw. gibt es eine Bauanleitung und Tipps für die Isolierung mit der man was anfangen kann.

Hallo Herr Haefele, vielen Dank für ihre Anfrage.

zu 1: Ich würde den FD 80 empfehlen.

zu2: Die Ummantellung würde ich dringend empfehlen (Wärmedämmung und Witterungsschutz). Ein paar Glasfaser oder Mineralwollematten kosten um die 30,--€ im Baumarkt.

zu3: Das Material für einen gemauerten Tisch und eine verputzte Ummauerung schätze ich auf ca. 250,-- €.

zu4: Der Aufbau ist von jeder halbwegs handwerklich begabten Person problemlos durchzuführen.


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